On the Run (aka Hongkong Connection) | 1988 | Yuen Biao | deutsch/german

On the Run (aka Hongkong Connection) | 1988 | Yuen Biao | deutsch/german
IMDb-LINK: http://www.imdb.com/title/tt0096414/
Quelle: VHS-Kassette

Leider wurde dieser Klassiker in DE bis heute nicht auf DVD neu aufgelegt.

Originaltitel: Mong ming yuen yeung
Herstellungsland: Hongkong
Erscheinungsjahr: 1988
Regie: Alfred Cheung Kin-Ting
Skript: Keith Wong Wang-Gei, Alfred Cheung Kin-Ting
Produzent: Sammo Hung Kam-Bo
Action Regie: Sammo Hung Stuntmen’s Association, Yuen Wah, Chin Ka-Lok

Darsteller:
Yuen Biao
Pat Ha
Yuen Wah
Charlie Chin

Inhaltsangabe:
Wir schreiben das Jahr 1997, die Zeit der Unruhen, Ungewissheit und der Korruption. Eine junge Drogenfahnderin wird durch einen gezielten Kopfschuss von einer Profikillerin umgelegt. Bill, Ex-Mann der Verstorbenen versucht auf eigene Faust, dieses rabiate Verbrechen aufzuklären. Bald findet er heraus, dass korrupte Polizisten dahinter stecken. König der Drogendealer ist Senior Officer Lui, welcher der Liebhaber von Bills Ex-Frau war. Bill verbündet sich mit der Killerin, um den Fall zu klären. Von nun an heißt es, Jagen und gejagt zu werden…
Quelle: www.ofdb.de

Kommentar zum Film:
Hsiang Ming (Yuen Biao, „Once Upon a time in China”) ist ein unbedeutender Großstadt-Bulle, dessen Ex-Frau, treibende Kraft im Hongkonger Drogendezernat, auf Geheiß des korrupten Chefinspektors Lu (Charlie Chin, „Eastern Condors”) ermordet wird. Von zusätzlicher Brisanz ist das Komplott, da der selbst in illegale Drogengeschäfte verstrickte Auftraggeber und das Opfer liiert waren. Die Täterin ist Ah Shui (Pat Ha, „Women Prison”), eine gefühlskalte Killerin, die mit ihrer Profession ein sorgloses Leben anstrebt.

Sorgfältig herausgearbeitete Charaktere und eine bestechende, mehr auf den düsteren Look als Tempo und Action ausgerichtete Inszenierung machen „Honkong Connection – On the Run” zum Schmankerl für Thriller-Fans. Mit Noir-Anleihen und — in Hongkongs Kino selten genug — völliger Humorlosigkeit schuf der eigentlich auf Komödien spezialisierte Alfred Cheung („Her Fatal Ways”) ein knüppelhartes, ungemein dichtes Drama, bei dem die blutigen Ausbrüche der Gewalt mit Bedacht eingesetzt werden.

Yuen Biao, der nur vereinzelt seine akrobatischen Fähigkeiten unter Beweis stellen darf, besticht in der Rolle des verzweifelten Witwers. Auf eigene Faust begibt er sich auf die Suche nach Ah Shui und kontaktiert, als er sie tatsächlich festnimmt, den mit der Ermittlung betrauten Lu. Doch der sendet statt Hilfskräften ein Killerkommando. Mit der Mörderin seiner Gattin und der dreijährigen Tochter im Schlepptau taucht Hsiang Ming unter — und holt mit dem Rücken zur Wand zum Gegenschlag aus.

Die deutsche Synchronisation ist gewohntermaßen durchwachsen, steht der Ausnahmeklasse des Films aber keinesfalls im Wege. Als Zweckgemeinschaft kämpfen Cop und Killerin gegen jene durchtriebenen Kräfte, die sie um jeden Preis beseitigt sehen wollen. Die Motive der dreckigen Polizisten weisen gar noch kritische Züge auf, wenn die Ungewissheit der Übergabe Hongkongs an China als Relativierung vorgeschoben wird. So bleibt ein herausragend gefilmter, geradlinig erzählter und mit grimmigen, angenehm zurückhaltenden Actionsequenzen bestückter Krimi, dessen schiere Ausweglosigkeit ein Höchstmaß an Spannung bereitet. Ein heimlicher Klassiker des Genres.
Quelle: www.handlemedown.de

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